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Welches Gas sollte man für ein Schweißgerät wählen? Reines CO₂ oder ein Gasgemisch?

Beim Kauf seines ersten Schweißgeräts steht jeder vor einem Dilemma, das nicht die Maschine selbst betrifft, sondern die Gasflasche, die ihre Leistung liefert. Die Wahl des Schutzgases ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Schweißer treffen muss. Denn gerade das Gas entscheidet über die Stabilität des Lichtbogens, die Einbrandtiefe und vor allem darüber, ob du nach getaner Arbeit den Schweißhelm abnimmst und nach Hause gehst oder noch zwei weitere Stunden mit dem Schleifer verbringst, um Schweißspritzer zu entfernen.

Jaki gaz do migomatu wybrać? Czyste CO2 czy Mieszanka?

Beim Kauf seines ersten Schweißgeräts steht jeder vor einem Dilemma, das nicht die Maschine selbst betrifft, sondern die Gasflasche, die ihre Leistung liefert. Die Wahl des Schutzgases ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Schweißer treffen muss. Denn gerade das Gas entscheidet über die Stabilität des Lichtbogens, die Einbrandtiefe und vor allem darüber, ob du nach getaner Arbeit den Schweißhelm abnimmst und nach Hause gehst oder noch zwei weitere Stunden mit dem Schleifer verbringst, um Schweißspritzer zu entfernen.

In Internetforen tobt der ewige Krieg: Anhänger der „alten Schule“ verteidigen das kostengünstige Kohlendioxid (CO₂), während moderne Werkstattfachleute sich die Arbeit ohne das Mischgas (Argon + CO₂) gar nicht mehr vorstellen können. In diesem Artikel werden wir dieses Problem in seine einzelnen Bestandteile zerlegen – chemische, physikalische und wirtschaftliche. Du erfährst, warum das Gasgemisch der Standard ist, wann es sich lohnt, bei CO₂ zu bleiben, und warum das Schweißen von Schwarzstahl in reinem Argon ein Anfängerfehler ist.

 

Gas für das MIG-Schweißen und die MIG- und MAG-Schweißverfahren

Bevor wir zu den Gasflaschen kommen, müssen wir einen grundlegenden Begriff klären. Umgangssprachlich bezeichnen wir jedes Schweißen mit Draht als „MIG-Schweißen“, aber technisch gesehen lässt sich dieses Verfahren in zwei Methoden unterteilen. Über das Endergebnis entscheidet die Chemie des Prozesses – genau wie bei der Frage (Welchen Draht für Schwarzstahl wählen: SG2 oder SG3? ), ja auch hier ist die Wahl des richtigen Mediums, in diesem Fall des Gases, entscheidend.

Wenn du ein Inertgas wie Argon oder Helium verwendest, schweißt du nach der MIG-Methode (131). Diese Gase reagieren nicht mit dem Schweißbad – ihre einzige Aufgabe besteht darin, die Luft physikalisch zu verdrängen. Dieses Verfahren wenden wir ausschließlich bei Nichteisenmetallen an: Aluminium, Kupfer oder Titan.

Wenn Sie jedoch Schwarzstahl (Kohlenstoffstahl) schweißen, verwenden Sie ein aktives Gas (Active), also CO₂ oder dessen Gemische. Dabei handelt es sich um das MAG-Verfahren (135). Hier schützt das Gas nicht nur, sondern nimmt aktiv am metallurgischen Prozess teil und beeinflusst die Temperatur und die Chemie der Schweißnaht. Und genau auf das MAG-Verfahren werden wir uns in diesem Ratgeber konzentrieren.

 

Schweißen unter CO₂-Schutz – Vor- und Nachteile sowie Kosten

Noch vor 20 Jahren waren Gasflaschen mit Kohlendioxid in jeder polnischen Werkstatt Standard. Heute werden sie hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen gewählt – das Befüllen einer Gasflasche mit Kohlendioxid ist um die Hälfte günstiger als das von Gasgemischen. Der niedrige Preis ist jedoch nicht der einzige Vorteil.

Reines CO₂ ist ein Gas, das eine sehr tiefe Einbrandtiefe gewährleistet. Beim Schweißen dissoziieren (zerfallen) die Kohlendioxidmoleküle im Lichtbogen und setzen dabei eine große Menge an Wärmeenergie frei. Dadurch eignet sich CO₂ hervorragend zum Schweißen dicker Bauteile, bei denen die Ästhetik in den Hintergrund tritt und es vor allem darauf ankommt, das dicke Profil zu durchschmelzen. Zudem sorgt dieses Gas für intensive Kühlung des Schweißbrenners, was ihn bei hohen Strömen vor Überhitzung schützt.

Leider ist die Lichtbogenphysik beim CO₂-Schutzgasverfahren brutal. Der Lichtbogen ist „komprimiert“ und instabil, und der Metallübergang erfolgt im Kurzschluss- oder Grobtröpfchenverfahren. Dies führt zur Entstehung enormer Mengen an Spritzern. Heiße Metallkügelchen haften am Werkstück, am Tisch und an der Düse, sodass der Schweißer den Arbeitsplatz ständig reinigen muss. Die Schweißnaht ist in der Regel konvex, schmal und mit einer dicken Oxidschicht überzogen, was eine intensive Nachbearbeitung erfordert.


Gasgemisch (Ar/CO₂) – warum lohnt es sich, mehr zu bezahlen?

Der heutige Standard in der Werkstatt- und Industrieschweißtechnik ist das sogenannte Gasgemisch, also eine Kombination aus Argon und Kohlendioxid. Das gängigste Mischungsverhältnis ist 82 % Argon und 18 % CO2 (oft als M21 oder C18 bezeichnet). Warum macht der Zusatz von Argon so einen großen Unterschied?

Argon ist ein Gas, das sehr leicht ionisiert wird. Das bedeutet, dass sich der Lichtbogen in seiner Gegenwart wesentlich leichter entzündet und stabiler brennt. Der Zusatz von 18 % CO₂ sorgt wiederum für die notwendige chemische Aktivität (dazu gleich mehr).
Der Effekt der Verwendung des Gemischs ist sofort spürbar:

  1. Reduzierung von Spritzern: Der Lichtbogen ist ruhig, und der Metalltransfer erfolgt als Feintropfen oder Sprühstrahl. Die Anzahl der „Kügelchen“, die abgeschliffen werden müssen, sinkt im Vergleich zu reinem CO₂ um 90–95 %.
  2. Ästhetik der Schweißnaht: Die Nahtoberfläche ist glatter, ebener und seitlich besser ausgeflossen.
  3. Einfachheit des Schweißens: Schweißgeräte, die mit dem Gemisch arbeiten, sind benutzerfreundlicher (vor allem, wenn man weiß, wie man ein MIG-Schweißgerät richtig einstellt), was eine schnellere Führung des Schweißbrenners ermöglicht.

Ein Nachteil ist die im Vergleich zu reinem CO₂ etwas flachere Eintauchtiefe (in der Mitte der Schweißnaht), was jedoch bei typischen Werkstattarbeiten (Profile mit Wandstärken von 2–6 mm) keine konstruktive Rolle spielt.

 

Ist reines Argon für ein Schweißgerät und Schwarzstahl geeignet?

Dies ist eine der häufigsten Fragen, die an die Berater in unserem Allweld-Schweißfachgeschäft gerichtet werden. Viele Nutzer kaufen ein WIG-Schweißgerät (für das sie reines Argon 4,5 oder 5,0 haben) und erwerben zusätzlich ein Schweißgerät für MIG-Schweißen, um bei der zweiten Gasflasche Geld zu sparen.

Die Antwort lautet: NEIN. Reines Argon eignet sich nicht zum MIG-Schweißen von Schwarzstahl.

Warum? Kohlenstoffstahl benötigt in der Schutzgasatmosphäre einen aktiven Bestandteil (Sauerstoff oder CO₂), um den sogenannten Kathodenfleck zu stabilisieren. In reinem Argon „verirrt“ sich der Lichtbogen auf Schwarzstahl – er wandert über die Materialoberfläche und findet keinen Anhaftungspunkt. Die Schweißnaht ist unregelmäßig, zerklüftet, und was noch schlimmer ist: Es kommt zu Randunterlötungen bei gleichzeitig fehlender Einlötung in die Tiefe. Die Verbindung ist schwach und fehlerhaft. Für Schwarzstahl benötigst du eine aktive Komponente – deshalb verwenden wir Gemische und keine reinen Edelgase.

 

Kostenkalkulation: günstiges Gas für das Schweißgerät oder ein teureres Gemisch?

 

Betrachtet man nur die Preise für das Befüllen von Gasflaschen, gewinnt CO₂ eindeutig. In einer professionellen Werkstatt (und sogar in der Garage eines Hobby-Schweißers) ist jedoch nicht nur der Złoty entscheidend, sondern auch Zeit.

Stell dir vor, du hast es mit einem Auftrag eilig. Du schweißt ein Einfahrtstor. Durch die Verwendung von reinem CO₂ hast du 30 Złoty an Gaskosten gespart. Doch nachdem du die gesamte Konstruktion verschweißt hast, ist jedes Profil mit Hunderten kleiner Metallkügelchen (Spritzern) übersät. Du musst einen Winkelschleifer und einen Meißel zur Hand nehmen und zwei Stunden damit verbringen, den Stahl vor dem Lackieren mühsam zu reinigen.
Bei Verwendung des Ar/CO₂-Gemischs nimmst du das Bauteil aus der Schweißnaht, reinigst es mit einer Bürste und schon ist es bereit zum Lackieren. Die Gaskosten sind zwar höher, aber die Arbeitszeit verkürzt sich um mehrere Stunden. Zudem sparst du bei den Verschleißteilen – Gasdüsen und Stromdüsen im Mischgasbetrieb nutzen sich langsamer ab, da sie nicht durch heißes Metall verstopft werden.

Denke auch daran, das richtige Zubehör auszuwählen. Gasgemisch und CO₂ haben unterschiedliche Drücke und Eigenschaften, daher lohnt es sich, in Marken-Druckminderer für Gasflaschen zu investieren, die den Gasdurchfluss präzise aufrechterhalten (in der Regel 8–12 l/min) und so Verschwendung vermeiden.

 

Beispiele für Gasdruckregler, die beim Schweißen verwendet werden

Flaschenregler AR-CO2 MINI CO2/Argon-Druckminderer mit Rotameter RBR-CO2
Siehe: Flaschenregler AR-CO2 MINI Siehe: CO2/Argon-Druckminderer mit Rotameter RBR-CO2

 

Zusammenfassung: Welches Gas für das Schweißgerät sollte man für den Einstieg kaufen?

 

Die Entscheidung hängt davon ab, was und wie oft Sie schweißen.

Wählen Sie reines CO2, wenn:

  • Sie nur selten und als Hobby schweißen.
  • Sie alte Landmaschinen, Auspufftöpfe oder dicken Stahl reparieren, bei denen die Optik keine Rolle spielt.
  • Sie zu Beginn nur über ein begrenztes Budget verfügen und jeder Złoty zählt.

Entscheiden Sie sich für Ar/CO₂-Gemisch, wenn:

  • Sie Ihre Zeit schätzen und das Abschleifen von Graten nicht mögen.
  • Sie Zierelemente, Geländer oder Loft-Möbel herstellen.
  • Sie möchten, dass Ihre Schweißnähte professionell aussehen.
  • Sie lernen gerade das Schweißen – das Gemisch ist für Anfänger wesentlich leichter zu beherrschen.

Für die meisten heutigen Anwender ist das Gemisch die einzig richtige Wahl, die sich schnell in Komfort und Arbeitsqualität auszahlt.