Der Bau eines Einfahrtstors, eines Tragrahmens, einer Werkbank oder eines Unterstands basiert auf einem einzigen, sich wiederholenden Prozess – dem Verbinden dünnwandiger Stahlprofile. Auf den ersten Blick scheint dies eine triviale Aufgabe zu sein. Man muss lediglich das Material zuschneiden, zu einem Rechteck zusammenlegen und die Kanten mit einem Lichtbogen verschweißen. In der Praxis ist die Bearbeitung von Profilen jedoch eine der größten Herausforderungen für die Kompetenz eines Schlossers. Ein Fehler in der Vorbereitungsphase oder eine falsche Wahl der Stromparameter führt sofort zu durchbrennenden Löchern. Schlimmer noch: Werden die Gesetze der Thermodynamik ignoriert, können die Kräfte der Schweißschrumpfung den Rahmen so verziehen, dass er für die Montage unbrauchbar wird.
In diesem Artikel erklären wir, wie man ein MIG-Schweißgerät für die gängigste Wandstärke von 2 mm einstellt, wie man die physikalischen Gesetze beim Verschweißen von Ecken im 45- und 90-Grad-Winkel beherrscht, und wir verraten Ihnen eine handwerkliche Technik zum Richten von verformtem Stahl mit einem Brenner oder einem Induktionserhitzer.