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MIG/MAG-Ratgeber

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Schweißen von Edelstahl mit einem MIG-Schweißgerät – welches Gas, welcher Draht und welche Parameter? Ein Wissenskompendium

In der Welt des Schweißens hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass für Edelstahl (INOX) das WIG-Verfahren der einzig richtige Weg ist. Zwar garantiert es chirurgische Sauberkeit und eine perfekte Schweißnaht, stellt jedoch hohe manuelle Anforderungen an den Schweißer und ist sehr zeitaufwendig. Doch in der täglichen Werkstattpraxis – wenn wir die Auspuffanlage reparieren, einen Tank, ein Geländer oder Garagemöbel schweißen – streben wir nicht immer nach einem Ergebnis in Luftfahrtqualität. Oft brauchen wir einfach den goldenen Mittelweg: ein Gleichgewicht zwischen solider Qualität, Ästhetik und Arbeitsgeschwindigkeit.

Hier kommt das Schweißgerät ins Spiel. Moderne halbautomatische Schweißgeräte ermöglichen ein effizientes und effektives Schweißen von Edelstahl und bieten eine Festigkeit, die für die meisten technischen Anwendungen völlig ausreicht, ohne dass man eine „chirurgische Hand“ haben muss. Leider endet für viele Anwender der erste Versuch, dieses Material zu schweißen, mit einer schmerzhaften Enttäuschung und einem technischen Misserfolg. Die „eins-zu-eins“-Übertragung von Gewohnheiten und Einstellungen aus dem Schweißen von gewöhnlichem Schwarzstahl gleicht in diesem Fall einem Gang durch ein Minenfeld.

Die Folge sind überhitzte Werkstoffe, die ihre Rostfreiheit unwiederbringlich verlieren, nicht mehr zu behebende Verformungen der Konstruktion sowie Schweißnähte, die – obwohl sie unmittelbar nach dem Schweißen korrekt aussehen – nach einigen Wochen mit rostigen Ausblühungen überzogen sind. Der vorliegende Artikel ist ein technisches Kompendium mit Branchenwissen, das Sie Schritt für Schritt durch den Prozess des Schweißens von Edelstahl führt.

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Welches Massekabel für ein Schweißgerät soll man wählen? Querschnitte, LW-Stecker und Kabelbauweise

Der Kauf eines modernen Inverter-Schweißgeräts ist eine Investition in Qualität und Arbeitskomfort. Wenn du jedoch das Gerät aus der Verpackung nimmst und mit dem ersten Schweißvorgang beginnst, kannst du mit einer ärgerlichen Realität konfrontiert werden. Die Lichtbogenzündung ist schwierig, die Elektrode klebt ständig am Material fest, und bei dickeren Werkstücken scheint das Gerät keine Leistung zu haben, obwohl der Potentiometer auf Maximum eingestellt ist. Die meisten Anfänger geben sofort der Hauptplatine des Geräts oder der schlechten Leistung in der Werkstatt die Schuld. Dabei ist laut Servicepraxis das schwächste Glied im Schweißsystem meist das banalste Element – das Massekabel.

Viele Gerätehersteller statten ihre Schweißgeräte aus Kostengründen mit Kabeln von nur 1,5 bis 2 Metern Länge aus, die aus Materialien geringster Qualität bestehen. Dies zwingt die Schweißer zu einer raschen Modernisierung. In diesem Ratgeber erklären wir, was Masse in der Schweißtechnik aus physikalischer Sicht ist. Wir entschlüsseln die Kennzeichnungen der ŁW-Stecker, entlarven die auf dem Markt grassierende Plage der Aluminiumkabel, die sich als Kupferkabel ausgeben, und stellen eine strenge Tabelle zur Auswahl des Kabelquerschnitts in Abhängigkeit von der Stromstärke der Maschine zur Verfügung.

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Wie schweißt man Stahlprofile, um Verformungen zu vermeiden? Einstellungen des Schweißgeräts, Winkel und Ausrichten

The construction of an entrance gate, a load-bearing frame, a workbench or a carport is based on a single, repeatable process – joining thin-walled steel profiles. At first glance, this seems like a trivial task. All you need to do is cut the material, assemble it into a rectangle and join the edges using an electric arc. In reality, however, machining these profiles is one of the toughest tests of a metalworker’s skills. An error during the preparation stage or the incorrect selection of current parameters immediately results in holes burnt right through the material. Worse still, ignoring the laws of thermodynamics means that welding shrinkage forces can warp the frame to such an extent that it is unsuitable for assembly.

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Warum führt der MIG-Schweißer keinen Draht zu und bricht der Lichtbogen ab? Fehlerdiagnose und die häufigsten Störungen bei MIG/MAG-Schweißgeräten

Jeder Werkstattbesitzer, Landwirt oder Hobby-Schlosser kennt dieses Gefühl nur zu gut. Du musst dringend eine Konstruktion schweißen, setzt den Schweißhelm auf, drückst den Auslöser am Griff und … nichts passiert. Oder – noch schlimmer – der Draht wird ruckartig ausgegeben, der Lichtbogen zischt und knallt, und das Schweißgerät erreicht erst nach einigen Sekunden nervösen Knopfdrückens einen stabilen Schweißstrom. Die erste, instinktive Reaktion in einer solchen Situation ist Frustration, der Wunsch, die Ausrüstung in einen Karton zu packen und zur Garantiereparatur einzuschicken, in der Überzeugung, dass „die Hauptplatine kaputt ist“ oder „die Steuerung ausgefallen ist“.

Die Erfahrung autorisierter Servicezentren sowie unzählige Diskussionen in Fachforen im Internet widerlegen diesen Reflex jedoch auf brutale Weise. In fast 80 % der gemeldeten Störungen liegt der Kern des Problems gar nicht in der hochentwickelten Elektronik des Inverters. Schuld sind meist banale Bedienungsfehler, verschlissene Teile im Schweißzangenhalter, mangelnde Arbeitshygiene oder alltägliche Probleme mit der Elektroinstallation in der Garage. Eine voll funktionsfähige Maschine nur deshalb zum Service zu schicken, weil sich der Drahtvorschub verstopft hat, bedeutet unnötige Kosten, Nerven und Arbeitsausfall. In diesem Artikel analysieren wir die häufigsten Störungen bei MIG-Schweißgeräten. Schritt für Schritt führen wir Sie durch den Prozess der Fehlerdiagnose, der es Ihnen ermöglicht, selbst eine Kleinigkeit von einem echten Maschinenausfall zu unterscheiden.

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